Jede Erkrankung ist eigenständig und mit keiner anderen Erkrankung - auch im gleichen Formenkreis - vergleichbar! Der Grund hierfür ist, dass jeder Patient einzigartig ist und so auch seine Erkrankung nur individuell behandelt werden kann.
Man bekommt von der immunologischen Untersuchung einen Eindruck, an welchen Stellen Abwehrstörungen vorliegen. So wie man bei therapieresistenten Infektionen einen Antibiotika- Resistenztest durchführt, kann man hier mit Hilfe der Immunologie Aussagen darüber machen, welche Chemotherapie einem Patienten mehr schadet als nützt. Auch kann man feststellen, mit welchen Mitteln (vor allem Naturheilmitteln) die unspezifische Abwehr gesteigert werden kann, auch sieht man anhand der Anzahl bestimmter Lymphozytengruppen, inwieweit das Immunsystem Gefahr läuft, zusammenzubrechen. Diese Untersuchungen begann man in den 80er Jahren, als die AIDS-Forschung aus gegebenem Anlass ihre Aufmerksamkeit auf diesen Bereich fokussierte. Für viele chronische Krankheiten bieten diese Untersuchungen zusätzliche Entscheidungshilfen für die Therapie und sind außerdem gut für Verlaufskontrollen geeignet.
Wir erwarten uns von den hier beschriebenen Schritten an Basisuntersuchungen bessere Ergebnisse, sind doch die statistischen Langzeitauswertungen der letzten Jahrzehnte bei den meisten Krebserkrankungen für Arzt und Patient enttäuschend. Während sich die Lebensverlängerung vielleicht im Wochenbereich verbessert hat, haben sich die Kosten im dreistelligen Prozentbereich erhöht, wobei die Beeinträchtigung der Lebensqualität in diesen Statistiken nicht hervorgeht.