Unsere Ansätze und Therapien
Electro-Cancer-Therapy nach Pekar

Der Einsatz von elektrischem Strom in der Medizin hat eine lange Geschichte, die jedoch aus einer Vielzahl von historisch begründeten Begebenheiten gerade in Mitteleuropa bis heute nur eine marginale Rolle spielt bzw. wenig bekannt ist. Anders in Russland und in China: Dort wird die Electro-Cancer-Therapy (ECT) in vielen tausend Kliniken als konventionelle (!) Therapie bei Krebs äußerst erfolgreich eingesetzt. Auch in Dänemark, Schweden und Italien ist die ECT ein bekanntes und wissenschaftlich gut analysiertes und dokumentiertes Verfahren, von dem viele Krebspatienten profitieren.
Bereits im 18. Jahrhundert erforschte der Italiener Luigi Galvani die Eigenschaften schwacher elektrischer Ströme auf organisches Gewebe. Der französische Dermatologe F. J. Darier (1856 – 1938) berichtete weiterhin über die Heilung maligner Melanome durch perkutan (durch die Haut) gesetzte Nadelelektroden mit einem Stromdurchlauf von wenigen Milliampére.
Doch erst dem Inaugurator der Electro-Cancer-Therapie (ECT), dem Mediziner und studierten Elektroingenieur Dr. med. Rudolf Pekar (1912 – 2004) aus Bad Ischl, Österreich, ist es zu verdanken, dass uns eine ursächliche und höchst effektive Behandlungsmöglichkeit von soliden Tumoren zur Verfügung steht. Dr. Pekar erforschte seit den 1950er Jahren die Wirkweise galvanischer Ströme auf Krebszellen und Karzinome und verfeinerte in unermüdlicher Forschungsarbeit bis zu seinem Tode 2004 die von ihm zunächst „Perkutane Bio-Elektrotherapie“ und später international „Electro Cancer-Therapy (ECT) genannte Verfahrensweise:
Bei der ECT wird schwacher Gleichstrom über Platinelektroden direkt in die Tumore geleitet, denn Krebszellen besitzen eine weit höhere Leitfähigkeit als gesunde Zellen und werden deshalb bevorzugt vom elektrischen Strom durchflossen (wie das Wasser, das sich stets den Weg des geringsten Widerstandes sucht). Durch den Strom werden die Tumorzellen zerstört. Eine metastatische Streuung ist wegen des sofort einsetzenden Kapillarverschlusses und der umfassenden Devitalisierung sehr selten und das umliegende Gewebe bleibt weitestgehend unverletzt. Das zerstörte Tumorgewebe wird sodann vom Körper eliminiert oder bindegewebig organisiert.
Es gibt verschiedene Applikationsformen, die sich nach der Erkrankung richten. Je nach Krankheitsbild und Sitz des Tumors besteht die Möglichkeit der Behandlung mit Flächenelektroden oder aber mit der Nadelgalvanisation.




