Unsere Ansätze und Therapien
Biologische Schmerztherapie

Die biologische Schmerztherapie ist kein einzelnes Konzept, sondern steht für den jeweils individuellen Maßnahmenkatalog an Diagnostik und Therapie für den Schmerzpatienten. Dabei ist es oberstes Gebot, den Patienten mit bestmöglicher Wirkung und möglichste Minimierung von schädlichen Neben- und Nachwirkungen zu behandeln.
Wie schon an anderer Stelle erwähnt, ist die kurzfristige (!) Gabe von starken Schmerzmedikamenten mitunter notwendig und sinnvoll, doch bei chronischen Beschwerden sollte man versuchen, parallel zu der symptomatischen Schmerzbehandlung auch eine Basisbehandlung, die an den Ursachen ansetzt, durchzuführen.
BEISPIEL MIGRÄNE: Mit modernen Medikamenten kann man heute wirksam auch akute Migräneanfälle behandeln, jedoch hinterlassen diese oft einen „hangover“ und sie ändern nichts an der Ursache:
1)Parallel ist also eine neurologische Untersuchung zu veranlassen, bei der man neben häufig anzutreffenden EEG-Veränderungen nicht viel feststellen wird. Mit digitalen EEG-Untersuchungen wird man allerdings sehr viel feinere Unterschiede finden können. Auch bietet solch ein EEG oder ein „brainmap“ Hinweise für eine Behandlung (z. B. mit Neurofeedback). Doch in kaum einer neurologischen Praxis in Deutschland steht solch ein Gerät. Auch sind es Ausnahmen wenn eine Universität diese Entwicklungen beforscht und damit nachhaltig fördern kann. Denn hierzu wären Forschungsgelder nötig, und diese fließen bekanntermaßen nur dort, wo auch Medikamente verkauft werden können (Mit dem Neurofeedback-System wurde bereits in den 1970er Jahren Epilepsie geheilt, also ganz ohne Medikamente! Die Migräne zeigt im EEG mitunter ähnliche Veränderungen wie die Epilepsie).
2) Häufig findet man bei Migräne-Patienten funktionelle Störungen im Kiefergelenk, die unerkannt bleiben und deshalb nicht behandelt werden. Diese Funktionsstörungen tragen mit dazu bei, wenn die Migräne durch Wetterveränderungen, Alkohol- und Rauchgelagen aufritt. Auch korrelieren Kiefergelenksprobleme zumeist mit Blockaden an der Wirbelsäure, die unbehandelt zu Fehlstellungen, Bandscheibenvorfällen und Gelenkveränderungen an den Hüften und Kniegelenken führen. Dies stellt also ein vielschichtiges Problem mit komplexen Auswirkungsmöglichkeiten dar.
3) Auch Nahrungsunverträglichkeiten und Verdauungsstörungen beeinträchtigen den Stoffwechsel und können somit zu dauerhaften Beschwerden wie Migräne beitragen.
Dieses Beispiel ist auf andere Krankheitsbilder zu übertragen. Es gilt, wie in einem Mosaik, welches aus tausenden von Steinchen zusammengesetzt ist, ein Gesamtbild zu erstellen. Je mehr Steine, desto klarer das Bild, je mehr Farben, desto differenzierter die Ursachen. Die Chinesen sagen, man solle nicht direkt auf die offensichtlichen Symptome der Krankheit zugehen und versuchen, diese zu beseitigen, sondern man muss das Problem umkreisen und es von vielen Seiten betrachten, um es dann zu vertreiben. Diese Betrachtungsweise ist weit entfernt von dem heute herrschenden Lehrgebäude, welches „doppelt verblindete“ Analysen fordert, um eine „kausale“ Medizin betreiben zu können. Hiervon stimmt nur die eine Hälfte. Die Verblindung dient zumeist eigentlich nur dazu, um Marketingargumente zu generieren. Für wen wohl?




