Urologie

Erkrankungen der Blase, der Niere, der ableitenden Harnwege sowie Erkrankungen der Prostata

Urologie - Prof. Dr. med. Ralf HerwigBei der urologischen Patientenbehandlung durch Assoc. Priv.-Doz. Dr. med. Ralf Herwig kommen die modernsten Techniken und Methoden, die teilweise von Dr. Herwig selbst oder gemeinsam mit internationaler Kollegenschaft entwickelt wurden, zur Anwendung. Insbesondere zählen zu den Kerngebieten von Dr. Herwig:

  • Nierenerkrankungen
  • Harninkontinenz
  • Harnsteinerkankungen
  • Hodenerkrankungen
  • Prostatabeschwerden
  • Peniskrebs

Die konservative Behandlung umfasst grob gesehen alle Methoden, bei denen nicht „mit dem Messer“ vorgegangen wird. Hierzu zählen aber nicht nur diverse Medikamententherapien, sondern auch Behandlungsformen wie etwa Elektrotherapie (z. B. in der Praxis „Rehatron“), Physiotherapie, Osteopathie, Infiltrationen und vieles mehr. Die Palette der anwendbaren Methoden und Möglichkeiten ist sehr groß.

Wenn eine Operation angezeigt sein sollte – Beratung und Vorbesprechung in der Praxis

Operative Eingriffe werden von Dr. Herwig nicht in der Praxisgemeinschaft Baltin & Herwig vorgenommen, sondern in Kliniken, mit denen Dr. Herwig zusammen arbeitet. Selbstverständlich führt er notwendige Operationen samt seinem geschulten Personal persönlich durch.

Dank modernster OP-Technik und langjähriger Erfahrung kann Dr. Herwig dem Patienten versichern: Urologische Behandlungen haben heute ihren Schrecken verloren. Selbst operative Eingriffe müssen aufgrund von minimal-invasiven und mikrochirurgischen Methoden nicht mehr gefürchtet werden. Sie werden in den meisten Fällen nur noch ambulant oder kurz-stationär durchgeführt und auch die Schmerzen danach können sehr gut beherrscht werden.

Dies alles trägt dazu bei, dass der Gang zum Urologen und vor allem zur urologischen Behandlung nicht mehr gefürchtet werden muss.

Im Folgenden wollen wir einige urologische Indikationen näher beschreiben:

  1. NIERENERKRANKUNGEN

Eine gesunde Niere verrichtet täglich Schwerstarbeit: 1.800 Liter Blut muss sie pro Tag durchspülen. Dabei filtert sie das Blut, produziert Harn und scheidet Schadstoffe aus. Das paarig (links und rechts) angelegte Organ im hinteren Bauchraum regelt außerdem den Säure-Basen-Haushalt sowie den Wasser- und Elektrolythaushalt und produziert Hormone (Erythropoetin, Renin).

Definition / Ursache

Erkrankungen, die das Harn-Sammelsystem und den Harnleiter betreffen, sind z. B. bakterielle Entzündungen, angeborene Fehlbildungen und Harnsteinerkrankungen. Aber auch Tumorerkrankungen der Niere sind möglich. Wenn die Niere nicht mehr reibungslos funktioniert, kommt es im Körper zu Vergiftungserscheinungen. Die Symptome reichen von Rückenschmerzen, die in Richtung Blase ausstrahlen, über veränderten Urin und geschwollene Augenlider bis hin zu Juckreiz, Müdigkeit, Wasseransammlungen im Körper und säuerlichen Körpergeruch.

Diagnose

Neben bestimmten Laboruntersuchungen ist der Ultraschall das wichtigste Hilfsmittel in der Diagnostik von Nierenerkrankungen. Er ist nicht schädlich und ermöglicht einen umfangreichen Einblick in Aufbau, Blutversorgung und Veränderungen der Niere. Weitere Untersuchungen wie Magnetresonanz- und Computertomographie werden erst nach einer Ultraschalluntersuchung eingesetzt.

Behandlung

Im Vordergrund steht die Bereitung von Ursachen für die Erkrankung, um eine Regeneration des Organs herbeizuführen.

Weiterhin stehen wirkungsvolle medikamentöse Therapien bei eingeschränkter Nierenfunktion zur Verfügung. Diese werden speziell auf den Patienten abgestimmt.

Ist die Funktion der Niere so weit gestört, dass eine Entgiftung oder Entwässerung des Körpers nicht mehr gewährleistet ist, kann eine regelmäßige Blutwäsche (Dialyse) die Ausscheidungsfunktion der Niere soweit übernehmen, dass Patienten weiterhin aktiv am Leben teilnehmen können – wenn auch mit Einschränkungen. Die Dialyse kann entweder zu Hause selbst durchgeführt werden (Bauchdialyse) oder in speziellen Ambulanzen (Bauchfelldialyse).

Nur ein Fünftel aller Dialyse-Patienten kommt für eine Nierentransplantation in Frage, weil durch zusätzliche Erkrankungen entweder das Operationsrisiko zu groß ist oder kein langfristiger Erfolg erwartet werden kann.

  1. HARNINKONTINENZ

Harninkontinenz kann prinzipiell in jedem Lebensabschnitt auftreten, das Erkrankungsrisiko steigt allerdings mit zunehmendem Alter an. Diese Krankheit ist nicht nur ein Tabuthema, sondern wird auch oft unterschätzt. So gehen nur etwa 15 Prozent der Betroffenen mit ihrem Problem zum Arzt, obwohl eine nicht behandelte Harninkontinenz gravierende Folgen haben kann.

Definition / Ursache

Eine Harninkontinenz liegt dann vor, wenn man die Fähigkeit verliert, Urin sicher in der Harnblase zu speichern und selbst Ort und Zeitpunkt der Entleerung zu bestimmen. Manchmal verliert man Harn nur beim Husten oder beim Heben schwerer Lasten (Belastungsinkontinenz). Es kann aber auch zu einer vollständigen Blasenentleerung kommen (Dranginkontinenz). Die Dranginkontinenz mit überaktivem Blasenmuskel ist die häufigste Form im Alter, die zweithäufigste Form sind Störungen des Blasenschließmuskels. Dazwischen gibt es viele Misch- und Sonderformen.

Diagnose

Um zu einer treffsicheren Diagnose zu gelangen, gibt es eine Reihe von unterschiedlichen Methoden, die allesamt nicht schmerzhaft sind. Dazu zählen neben einem ausführlichen Gespräch auch Fragebögen, Blasenentleerungsprotokolle sowie Röntgen- und Ultraschalluntersuchungen. Darüber hinaus stehen PAD-Tests, Blasenspiegelungen und urodynamische Messungen zur Verfügung.

Behandlung

Die unterschiedlichen Formen der Harninkontinenz können sehr gut behandelt werden. Vielfach reichen regelmäßig eingenommene Medikamente vollständig aus. Nur gelegentlich sind operative Maßnahmen wie Suspensionsplastiken, Bandeinlagen oder eine Bruchoperation notwendig. Darüber hinaus bietet Dr. Herwig seinen Patienten auch Injektionstherapien oder Blasenschrittmacherimplantationen an.

  1. HARNSTEINERKANKUNGEN

Harnsteine fallen meist erst dann auf, wenn sie Stauungen – z.B. im Harnleiter – verursachen. Dann jedoch können die dadurch verursachten Schmerzen fast unerträglich sein. Zum Glück bietet die moderne Medizin genügend Möglichkeiten, Harnsteine in den Griff zu bekommen. Und auch präventiv kann einiges getan werden.

Definition / Ursache

Harnsteine sind mineralische Ablagerungen, die dann entstehen, wenn im Urin bestimmte Substanzen in zu großer Menge vorhanden sind und sich zu Kristallen verformen. Diese können mehrere Zentimeter messen und im Harnleiter, in der Blase oder in der Niere vorkommen. Harnsteine haben in vielen Fällen mit einer Fehlfunktion der Nieren zu tun, allerdings sind auch Ernährung und Lebensgewohnheiten an ihrer Entstehung beteiligt.

Diagnose

Eine äußerst aussagekräftige Diagnosehilfe, die sehr leicht anzuwenden ist, stellt der Urinteststreifen dar, mit dem man die verschiedenen Substanzen im Urin und deren Konzentration nachweisen kann. Zusätzliche Informationen liefern Ultraschall, Computertomographie oder Röntgenuntersuchungen mit einem Kontrastmittel.

Behandlung

In einem ersten Schritt werden pflanzliche Arzneimittel oder krampflösende Medikamente in Form von Spritzen, Tabletten oder Zäpfchen zur Schmerzbehandlung eingesetzt. Die Hälfte aller Harnsteine geht auf natürlichem Wege ab, die andere Hälfte ist zu groß, um durch den Harnleiter zu passen. Diese müssen dann mit einem Eingriff oder einer Zertrümmerung entfernt werden. Dies passiert entweder durch Stoßwellen von außen oder mit Hilfe eines Instrumentes, das in die Niere oder Blase eingeführt wird und den Stein dort per Ultraschall oder Laser zerkleinert.

Als Präventivmaßnahmen können Stressvermeidung, sportliche Betätigung und gesunde Ernährung mit ausreichender Flüssigkeitsaufnahme wirkungsvoll dazu beitragen, Harnsteine zu vermeiden.

  1. HODENERKRANKUNGEN

Bösartige Hodenerkrankungen (Hodentumore) stellen die häufigste Krebsform bei jungen Männern dar. Allerdings zeichnen sie sich durch ihre gute Heilungsrate aus. Diese beträgt bei Behandlungen im Frühstadium fast 100 Prozent und auch wenn der Tumor erst in einem späteren Stadium erkannt wurde, ist zu 80 bis 90 Prozent ein langes Überleben ohne Rückfälle zu erwarten.

Definition / Ursache

Hodentumore werden am häufigsten als eine schmerzlose Verhärtung im Hodengewebe bemerkt. Die größten Risikofaktoren für eine Erkrankung stellen dabei ein Hodenhochstand, ein sogenannter „Bauchhoden“ oder ein vorangegangener Hodentumor dar.

Diagnose

Mittels Tastuntersuchung, Spezial-Ultraschall oder Blutanalysen (Tumormarker) wird die Verhärtung im Hodengewebe näher untersucht.

Behandlung

Die ersten Behandlungsschritte sind die einseitige Hodenentfernung sowie eine mikroskopische Untersuchung des Gewebes. Erst danach kann über die weitere Behandlung entschieden werden. Je nach Tumorart und -ausbreitung kann diese eine Strahlen- oder Chemotherapie, eine operative Entfernung von Lymphknoten-Ablegern oder aber eine abwartende Beobachtung beinhalten.

  1. HODENVERDREHUNGEN (Hodentorsion)

Darunter versteht man eine plötzliche Verdrehung des Hodens um seine Längsachse (= Hodentorsion), die besonders bei Jugendlichen und Kindern im Rahmen von Sportaktivitäten oder nach einem Unfall auftreten kann.

Sie äußert sich in plötzlich auftretenden Schmerzen, die vom Hoden in die Leiste ausstrahlen und von Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen oder einer Schwellung des Hodensacks begleitet werden.

Durch die Verdrehung des Hodens kommt es zum Absperren der Hodengefäße. Wird dies nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, kann es zu bleibenden Gewebeschäden des Hodens kommen.

Bei der Erkennung einer Hodenverdrehung stehen neben den genannten Symptomen eine Ultraschalluntersuchung des Hodens sowie eine dopplersonographische Beurteilung der Hodengefäße zum Nachweis des Blutflusses im Vordergrund. Die Behandlung besteht in der operativen Zurückdrehung des Hoden und in der Fixation (Orchidopexie), um eine Wiederholung der Torsion zu vermeiden.

  1. NEBENHODENENTZÜNDUNG

Langsam zunehmende starke Schmerzen am Hoden, begleitet von einer Schwellung und Rötung, sind typische Zeichen für eine Entzündung des Nebenhodens. Ihr liegt meistens eine bakterielle Entzündung im Rahmen eines Harnweginfektes oder einer Prostataentzündung zugrunde.

Um die Keime und die Entzündung nachweisen zu können, müssen Urin- und Samenproben analysiert werden. Neben schmerzlindernden und entzündungshemmenden Medikamenten werden bei der Behandlung von Epididymitis auch Antibiotika eingesetzt.

  1. WASSERBRUCH

Meist durch entzündliche Reaktionen ausgelöst, kommt es durch die Ansammlung von Flüssigkeit in den hodenumgebenden Gewebehüllen zu einer prallen, schmerzfreien Schwellung des Hodensacks, die langsam an Größe zunehmen kann.

Neben Entzündungen kommen aber auch Verletzungen, Tumoren oder eine angeborene Veranlagung als Ursache für einen Wasserbruch in Frage. Wird die Diagnose durch Ultraschall bestätigt, kann eine Hydrozele – wenn sie der Patient als störend empfindet – operativ entfernt werden.

  1. PROSTATABESCHWERDEN

Ein Prostatakarzinom ist für den Mann das, was der Brustkrebs für die Frau bedeutet. Es stellt die häufigste Krebsart bei Männern (30 %) dar – und auch die häufigste Todesursache bei Männern über 60 Jahren. Da diese Krankheit nur dann geheilt werden kann, wenn sie möglichst früh erkannt wird, sollten Männer eine jährliche Untersuchung der Prostata durchführen lassen. Als Vorsorgemaßnahme ist es darüber hinaus ratsam, fettreiche Nahrung durch grüne Gemüsesorten zu ersetzen und die Exposition zu radioaktiven Substanzen nach Möglichkeit zu vermeiden.

Definition / Ursache

Die Prostata oder auch Vorsteherdrüse befindet sich zwischen der Blase und der Harnröhre. Sie hat in normalem Zustand die Größe einer Walnuss und transportiert den Urin von der Blase nach außen; außerdem produziert sie ein zähflüssiges Sekret als Hauptanteil des Samenergusses.

Trotz intensiver Forschungen ist der genaue Mechanismus bei der Entstehung von Prostatatumoren noch nicht vollständig bekannt. Man weiß allerdings, dass sich das Prostatakarzinom von den meisten anderen Tumoren durch seine spezielle Biologie unterscheidet. Etwa ein Drittel der Männer über 50 und fast alle Männer über 80 haben einige kleine Tumorzellen in ihrer Prostata. Die meisten dieser Tumore wachsen extrem langsam und führen, besonders bei älteren Männern, nie zum Ausbruch der Erkrankung. Nur bei einem kleineren Teil der Männer wachsen diese Tumoranteile wesentlich schneller und können in einigen Fällen zu einer Streuung, besonders in die Knochen, führen.

Diagnose

Mit einer Tastuntersuchung durch den After kann der Facharzt die aktuelle Größe des Organs und seine Konsistenz feststellen. Zusätzlich können ein PSA-Test (Bestimmung eines Prostata-spezifischen Antigens) und eine Ultraschalluntersuchung weitere Aufschlüsse über ein mögliches Prostatakarzinom geben. Mögliche Streuherde in den Knochen werden durch eine Knochenszintigrafie erkannt und letzte Gewissheit erlangt man durch eine Biopsie, bei der ein kleines Gewebestück aus der Prostata entnommen und untersucht wird.

Behandlung

Auch wenn es für viele überraschen klingen mag: In manchen Fällen kann der Arzt zu einem abwartenden Verhalten mit regelmäßigen Kontrolluntersuchungen raten. Dies hat mit dem speziellen biologischen Verhalten des Prostatakarzinoms zu tun.

Wenn allerdings ein aktiveres Vorgehen angezeigt ist, kommen mehrere Behandlungsmethoden in Betracht. Entweder wird die gesamte Prostata operativ entfernt (Radikale Prostatektomie) oder man zerstört die Karzinomzellen durch hoch-energetische Bestrahlung. Es können auch Medikamente eingesetzt werden, die den Spiegel des männlichen Hormons Testosteron senken und dadurch das Wachstum des Karzinoms verlangsamen oder gar stoppen. Allerdings entwickeln einige Prostatatumore die Eigenschaft, auch ohne Testosteron zu wachsen. Bei der Brachytherapie werden schließlich kleine radioaktive Stäbchen direkt im und am Tumor platziert.

Invasivere Behandlungsformen bergen jedoch das Risiko von Nebenwirkungen wie Inkontinenz oder Impotenz.

  1. PENISKREBS

Im Gegensatz zu Afrika, Asien und einigen südamerikanischen Ländern kommt das Peniskarzinom in Industriestaaten sehr selten vor. Da diese Art von Krebs bei beschnittenen Männern quasi nicht bekannt ist, geht man davon aus, dass eine Erkrankung mit mangelnder Hygiene im Intimbereich zusammenhängt. Bei einer bestehenden Vorhautverengung sollte daher unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Definition / Ursache

Peniskrebs ist ein bösartiges Zellwachstum auf der Haut oder im Gewebe des Penis. In rund 95% der Fälle handelt es sich dabei um so genannte Plattenepithelkarzinome. Andere Arten von Peniskrebs (u. a. Merkelzellkarzinom, kleinzelliges Karzinom, Melanom) sind extrem selten.

Diagnose

Rötungen oder Ausschläge auf dem Penis, Ausfluss oder Blutungen aus dem Penis sowie Schmerzen im Penis sind mögliche Warnzeichen im Zusammenhang mit Peniskrebs. Ein weiteres Symptom ist das Gewebewachstum auf dem Penis, welches nicht wie eine Warze, ein Geschwür oder Blasen innerhalb von vier Wochen heilt. Schließlich kann auch eine unbehandelte Vorhautverengung (Phimose) zu einem Peniskarzinom führen.

Behandlung

Je früher der Krebs erkannt wird, desto besser stehen die Chancen auf eine komplette Heilung mit sehr guten kosmetischen Ergebnissen. In früheren Stadien des Peniskarzimoms kann eine Kombination von örtlicher Chemotherapie und gering invasiver Chirurgie genügen. Dies konnte Dr. Herwig durch seine Arbeiten zu diesem Thema nachweisen. In fortgeschritteneren Stadien ist in der Regel eine Kombination aus Operation, Bestrahlung und Chemotherapie notwendig.

Die chirurgischen Eingriffe reichen von der Entfernung der Vorhaut (Beschneidung) über das Verbrennen bzw. Entfernen der Krebszell-tragenden Hautschichten durch Laser bis hin zur mikrochirurgischen Entfernung des Tumors. In besonders schweren Fällen müssen nicht nur der Tumor, sondern auch einige umliegende gesunde Gewebe entfernt werden.